Logo News Medizin 2000  
        >    Zurück

 | Home | Suche | Nutzung | Impressum| Kontakt |


Themenwebsites
Medizin A - Z

im Info-Netzwerk
Medizin 2000

2.1.2026

 

 

 

Schlaganfall: Krankenhäuser verschenken die Chancen der Patienten

Studie der Charité


In den vergangenen Jahren ist viel Energie auf die Aufklärung der Bevölkerung verwendet worden, um die Dringlichkeit der Krankenhauseinweisung bei Verdacht auf Schlaganfall, der immer ein Notfall ist, zu verdeutlichen.

Seine Folgen können durch raschen Beginn therapeutischer Maßnahmen häufig abgemildert werden. Welche Art der Behandlung notwendig ist, hängt davon ab, ob der Schlaganfall durch einen Gefäßverschluß oder durch eine Hirnblutung verursacht worden ist. Diese Unterscheidung gelingt durch eine bildgebende Untersuchung, entweder eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Alle Anstrengungen von den Patienten selbst, von einweisenden Ärzten oder Angehörigen, den Betroffenen so früh wie möglich ins Krankenhaus zu bringen, laufen jedoch ins Leere, wenn dort wertvolle Zeit verloren geht, bis die CT oder MRT-Diagnostik durchgeführt wird und die Behandlung beginnen kann, für die ein enges Zeitfenster von wenigen Stunden zur Verfügung steht.

Welche Verzögerungen tatsächlich auch an großen, gut ausgestatteten Krankenhäusern eintreten können, macht eine Studie (Berlin Acute Stroke Study,BASS) deutlich, die am "Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie" der Charité unter der Leitung des Institutsdirektors Professor Dr. Stefan Willich zusammen mit Professor Dr. Arno Villringer von der "Klinik für Neurologie" durchgeführt wurde.

Zwischen September 2000 und August 2001 konnten 558 Patienten, die mit Syptomen eines akuten Schlaganfalls in vier große Berliner Krankenhäuser eingeliefert wurden, in die Studie einbezogen werden. Gemessen wurde jeweils die Zeitspanne, die zwischen dem Eintreffen der Patienten in der Notfallambulanz und dem Beginn der CT-, bzw. der MRT-Untersuchung verging. Alle vier Häuser hatten einen 24 Stunden-Service für CT Untersuchungen, zwei zusätzlich einen 24 Stundendienst für MRT-Aufnahmen. Die Studie zeigte eklatante Unterschiede in der Länge der Wartezeiten, wobei zwei Krankenhäuser gut und zwei schlecht abschnitten. Im Mittel warteten die Patienten 1 3/4 Stunden auf die entscheidende Untersuchung (bei einer Schwankungsbreite zwischen Minuten und mehr als 10 Stunden). Die Ursachen langer Wartezeiten lagen einerseits im Organisatorisch-Strukturellen, waren aber auf der anderen Seite auch durch sozio-demographische Faktoren bestimmt.

Im Einzelnen ließ sich feststellen, daß ein Patient schneller in den Genuß der Untersuchung kam

  • sofern er für den Arzt erkennbar schwerere Symptome des Schlaganfalls aufwies,
  • wenn er relativ bald (innerhalb von drei Stunden nach dem akuten Ereignis) im Krankenhaus eintraf
  • sofern er am Wochenende eingeliefert wurde und· sofern er privat versichert war.

Umgekehrt dauerte die Wartezeit relativ lange

  • wenn die Patienten ohne Begleitperson eingeliefert wurden
  • oder das Pech hatten, in zwei der vier Krankenhäuser zu geraten, in denen die Wartezeiten generell überhöht ausgedehnt waren.

Erstmals wurden diese Ergebnisse von Frau Dr. rer. nat. Karin Rossnagel vom "Institut für Sozialmedizin , Epidemiologie und Gesundheitsökonomie" auf dem Kongreß der "International Epidemiologic Association (IEA) vorgetragen, der vom 1. - 4. Oktober in Toledo, Spanien, tagte.

Ansprechpartner für Rückfragen ist Frau Dr. med. Anne Berghöfer (Tel.: 030 - 450 529 034), e-mail: anne.berghoefer@charite.de

 

 

 

 

[an error occurred while processing this directive]

Werbung im Info-Netzwerk Medizin 2000

Nachfolgend haben im Gesundheitswesen tätige Personen, Organisationen und  Unternehmen die Möglichkeit,  über ihre besonderen Kompetenzgebiete, Produkte und Dienstleistungen zu informieren , bzw. für diese zu werben.  


Anzeige

Weltweit helfen viele ehrenamtlich tätige Idealisten mit Hilfe der kostenlosen Smartphone-App Be My Eyes sehbehinderten, bzw. blinden Menschen - innerhalb weniger Sekunden und in über hundert Sprachen - die Tücken des Alltags besser zu meistern.

mehr lesen (WIKIPEDIA in deutscher  Sprache)
zum Download und zur Anmeldung (App-Website in englischer  Sprache)





Anzeige

Was Sie schon immer über die Antibabypille wissen wollten

Das Angebot an oralen Kontrazeptiva (die "Pille") ist groß. Jede Frau hat daher die Möglichkeit,  sich die zu ihrer Lebenssituation passende Antibabypille verordnen zu lassen.

mehr lesen (in deutscher   Sprache)
Quelle:Info-Netzwerk Medizin 2000-de, www.antibabypille.info, 2025



Anzeige

Nicht invasive Analysen der Ausatemluft helfen bei der Diagnostik und dem Therapie-Management von Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD.
 
Das Medizintechnik-Unternehmen Specialmed hat sich auf Atemgas-Analysen spezialisiert und bietet Therapeuten und betroffenen Patienten  kleine, leicht zu bedienende   Atemgas-Analyse-Geräte an.

Schwerpunkte der  Anwendung sind der zum Management einer Asthma- und COPD-Therapie geeignete FeNO-Atemtest - und der  H2-Atemtest der eine schnelle und unkomplizierte  Diagnose einer Laktose-Unverträglichkeit dient.

Nützlich ist auch der ToxCO-II- Atemtest,
da er die  Erkennung von leicht zu übersehenen, lebensbedrohlichen  Kohlenmonoxid-Vergiftungen ermöglicht.
Dieser Test unterstützt auch die Rauchenentwöhnung und senkt bei Ex-Rauchern das ständig vorhandene Rückfall-Risiko.

Wichtige Info-Links:

Website Specialmed

Atemgas Analysen

Atemgas Analyse Geräte

Nobreath für den FeNo-Atemtest


Gastrolyzer für den H2 Atemtest


Smokerlyser u.a. für die Raucherentwöhnung






Anzeige
Es gibt keine allgemein wissenschaftlich anerkannten Regeln welche Lebensmittel in welcher Kombination, bzw. Menge gesund sind - und welche nicht.
Man kann den Eindruck gewinnen, dass jeder "Experte" eine individuell unterschiedliche Auffassung von bestimmten Themen hat . Die wissenschaftlichen Erkenntnisse widersprechen einander und die Ansichten variieren erheblich.   Auf der Website www.medizin-2000.de/gesunde-ernaehrung versuchen wir unsere Besucher durch unvoreingenommene Informationen in die Lage zu versetzen,  sich trotz des vorherrschenden Datenchaos ein praxistaugliches eigenes Urteil zu bilden.

 

Anzeige
Immer mehr im Gesundheitsssektor engagierte Unternehmen haben die Marktlücke "Kater nach Alkoholexzess" entdeckt und vermarkten Produkte, die angeblich den Kater verhindern sollen.
Am bekanntesten ist das Produkt
Myrkl des schwedischen Probiotika-Herstellers
De Faire Medical.
Myrkl  ist ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel, das die generische Wirksubstanz AB001  enthält, die nach Angabe des Herstellers dafür sorgt,  dass der im Blut gelöste Alkohol bereits im Darm  durch Aufspaltung in seine Bestandteile "entschärft" wird - also bevor er die sensiblen Leberzellen erreichen und schädigen kann - und bevor die natürlichen Spaltprodukte einen mit Kopfschmerzen und Übelkeit bzw. Sodbrennen  verbundenen "Alkohol-Kater" auslösen können.






Anzeige
Die angeblich weite Verbreitung von Penicillin-Allergien, behindert die medikamentöse Behandlung von bakteriell bedingten Infektionen. Die vom Patienten erinnerte Diagnose wird selten überprüft und ist oft  (bis zu 90%?)   falsch.  Sie führt zum unnötigen Einsatz von teuren Reserve-Antibiotika und fördert die Entwicklung weiterer Antibiotika-Resistenzen. 
Preisgünstiges Penicillin könnte nach erfolgtem Test, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen, verordnet werden. Die häufige Fehldiagnose  "Penicillin-Allergie" führt zum unnötigen, kontraproduktiven Einsatz teurer Reserve-Antibiotika. Auf der Website www.allergietherapie.de/penicillinallergie können sich Betroffene weiter informieren.


 

 

 

zum Seitenanfang

 


[an error occurred while processing this directive]

 



Wichtige Themen-Websites im Info-Netzwerk Medizin 2000 
(13.12.2009)