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Ultraschall bei Schwangeren ungefährlich
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der
Medizin (DEGUM) kritisiert unsachlichen
Vergleich von Menschen und Mäusen.
Ultraschall bei Schwangeren ungefährlich.

Ultraschalluntersuchungen bei schwangeren Frauen
stellen keine
Gefahr für das ungeborene Kind dar. Dies
bestätigt die Deutsche
Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
in einer aktuellen
Stellungnahme. Sie bezieht sich darin auf
Versuche an Mäusen:
Mausembryonen wiesen nach langer intensiver
Ultraschallbestrahlung
zelluläre Veränderungen auf. Aufgrund schwerer
methodischer Mängel
dieser Studie könne laut DEGUM keinerlei
Verbindung zum diagnostischen
Ultraschall beim Menschen gezogen werden.
Die DEGUM bezieht sich damit auf die kürzlich
veröffentlichten
Ergebnisse einer amerikanischen Untersuchung
(1). Darin setzten
Wissenschaftler trächtige Mäuse mehrmals für
eine Dauer von bis zu 240
Minuten Ultraschallwellen aus. Anschließend
untersuchten sie bei den
16 Tage alten Embryonen, wie sich die Zellen
verteilen, die das Gehirn
bilden. Hierbei ergaben sich Abweichungen von
der normalen Verteilung
der Nervenzellen von tieferen zu
oberflächennahen Schichten der
Hirnrinde. "Diese Veränderungen traten
ausschließlich auf, wenn die
Mäuse mehr als 30 Minuten mit fokussiertem
Ultraschall intensiv
bestrahlt wurden - Zeiten, die signifikant höher
sind als jegliche
Form der diagnostischen Anwendung", betont
Professor Bernhard-Joachim
Hackelöer, Vorstandsmitglied der DEGUM und
Chefarzt der Klinik für
Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Asklepios
Klink Hamburg-Barmbek.
Eine entscheidende Rolle spiele dabei die
vergleichsweise geringe
Größe der Mäusegehirne zum Ultraschallstrahl: In
der Studie war die
gesamte Maus dem konzentrierten Ultraschall
ausgesetzt. "Hinzu kommt,
dass in der Studie die Ultraschallsonde direkt
an die Mäusefeten
herangeführt und unbeweglich gehalten wurde.
Bedingungen, wie sie in
der Ultraschalldiagnostik nie vorkommen", sagt
Professor Hackelöer.
Beim diagnostischen Ultraschall in der
Schwangerschaftsvorsorge
"beschallt" der Untersucher nur kurzfristig
Teile der Organe des
Kindes. Keines der Ergebnisse der Versuche sei
daher auf den Menschen
- speziell der Untersuchung des Ungeborenen -
übertragbar.
Um Mutter und Kind möglichst sicher zu
untersuchen, ist es wichtig,
dass behandelnde Ärzte ausreichend qualifiziert
sind. Sie sollten dem
3-Stufen-Konzept der DEGUM entsprechend
ausgebildet sein. "Ultraschall
ist ein besonders schonendes Verfahren, um sich
zu vergewissern, dass
ein ungeborenes Kind gesund ist. Doch nur ein
erfahrener und
qualifizierter Ultraschalluntersucher kann eine
zuverlässige und
schonende Diagnose stellen", sagt Professor Dr.
med. Christian Arning,
Präsident der DEGUM aus Hamburg. Die DEGUM
unterhält gemeinsam mit
anderen nationalen und internationalen
Fachgesellschaften ein Komitee
zur Sicherheit von Ultraschall (Bioeffects und
Safety Committee).
(1) Ang et al."Prenatal exposure to ultrasound
waves impacts neuronal
migration in mice"; PNAS 2006, 10.1073.
Ihr Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der
Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.degum.de Homepage DEGUM
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