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Zukunftsperspektive:
Blinde können wieder etwas sehen
An der Universität von
South California wurde erstmalig sechs blinden
Patienten ein elektronischer Baustein in die
Netzhaut eingepflanzt - die Wissenschaftler
sprechen von einem "bionischen Auge ("bionic eye").
Diese künstliche Netzhaut wurde von den
Operateuren direkt mit dem Sehnerv verbunden und
wird von einer in eine Brille montierte Minikamera
drahtlos mit elektronischen Impulsen versorgt.

Photograph: University of
Southern California
Die Entwickler sind mit den
Ergebnissen der ersten Untersuchung so
zufrieden, dass sie eine größere Studie planen an der
zwischen 50 und 75 Patienten teilnehmen werden.
Sollten auch die Ergebnisse dieser zweiten
Untersuchung befriedigend ausfallen, so kann die
innovative technische Vorrichtung bereits in
zwei Jahren für Blinde zur Verfügung stehen.
Professor Mark Humayun vom Doheny Eye Institute
an der University of Southern California zeigte
sich gegenüber der Presse erstaunt: "Es ist
schon überraschend, wie viel unsere
Versuchspersonen nach der OP tun konnten obgleich
von der Kamera nur 16 pixel an das "bionische Auge" übertragen wurden.
Wir dachten vorher, dass sie nur zwischen hell und
dunkel unterscheiden können, doch sie konnten
sogar einfache Bewegungen wahrnehmen und simple Gegenstände
unterscheiden. Das Gehirn ist offenbar sehr
begabt und kann daher Informationslücken selbständig
ausfüllen."
Die nächste Version des "bionischen
Auges" wird
statt 16 pixel bereits 60 übertragen. Da die
Hardware nochmals miniaturisiert werden konnte, dauert
die Operation nur noch 90 Minuten und wird die
Patienten deutlich weniger belasten. Die Kosten
des "bionischen Auges" werden sich nach der Markteinführung in
frühestens 2-3 Jahren schätzungsweise auf
etwa 30.000 Dollar
belaufen.

Link zu einem langen Übersichtsartikel der im
Guardian
veröffentlicht wurde
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