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Wenn kleine Kinder gegen die saisonale Virus-Grippe (Influenza) geimpft werden sinkt auch bei älteren Erwachsenen das Risiko für schwere Krankheitsverläufe
Wenn kleine Kinder gegen die saisonale Virus-Grippe (Influenza) geimpft werden sinkt auch bei älteren Erwachsenen das Risiko für schwere
Krankheitsverläufen. Oma und
Opa werden geschützt, da
Kinder das hochinfektiöse
Virus oft von Kita und
Schule in die Familien
tragen.
Dabei wäre, wie
Erfahrungen aus England und
den USA zeigen, der Vorteil
für die Volksgesundheit
groß. Zumal diese Infektion
gerade auch bei Kindern
gefährlich verlaufen kann
und die Impfrate in der
erwachsenen Bevölkerung in
Deutschland viel zu niedrig
ist.
In jedem Jahr kostet
die saisonale
Influenza-Welle Tausende von
Menschenleben, vor allem bei
älteren Menschen.
Das ist schon lange bekannt.
Aus diesem Grund gibt es
allgemeine Impfempfehlungen
z.B. für alle über
60-Jährigen, für Menschen
mit chronischen Erkrankungen
und besondere Gruppen mit
hohem Ansteckungs- und/oder
Übertragungspotenzial -
beispielsweise
Krankenhaus-Personal.
Obwohl ausreichend
Impfstoffe zur Verfügung
stehen, immer wieder auf die
Risiken der Erkrankung
hingewiesen und intensiv für
die Impfung geworben wird,
nehmen viel zu wenige
Menschen dieses für sie
kostenlose und
nebenwirkungsarme Angebot in
Anspruch.
Schätzungsweise nimmt
nur ein Drittel der über
Sechzigjährigen dieses
Impfangebot in Anspruch.
Die Datenlage dazu sei
in Deutschland jedoch
ausgesprochen schlecht,
bemängelt Dr. Markus
Frühwein, Allgemeinmediziner
und erfahrener Impfexperte
aus München.
Er
betont, wie wichtig es ist,
dass sich sowohl Ärzte als
auch Patientinnen und
Patienten für die Impfung
interessieren und sie in
Anspruch nehmen, um in der
Bevölkerung einen breiteren
Schutz aufzubauen,
Grippe-bedingte
Krankenhaus-Aufenthalte zu
reduzieren und das
entsprechende Sterberisiko
zu minimieren.
Das Influenza-Risiko
kleiner Kinder wird
besonders wenig beachtet -
so Frühwein. Auch in dieser
Altersgruppe erhöht sich
während einer Grippewelle
nicht nur die Zahl der
Krankenhausaufnahmen,
sondern leider auch die Zahl
der Todesfälle.
Eine
jährliche Grippe-Impfung ist
schon ab dem ersten
Lebensjahr möglich und kann,
unabhängig von dem für
Kinder empfohlenen Impfplan
erfolgen. Auch die
gleichzeitige Gabe mit den
anderen empfohlenen
Impfungen ist problemlos
möglich.
Ein jetzt
zugelassener nasaler
Impfstoff erleichtert auch
den Spritzen-Angsthasen ab
zwei Jahren die Akzeptanz
einer Impfung gegen
Virus-Grippe.
Eine
allgemeine Kinder-Impfung
hätte weitreichende
Konsequenzen für die
Vermeidung gesundheitlicher
Komplikationen, erklärt
Frühwein. Wie man schon
lange weiß , sind Kita und
Schulen wahre
Infektions-Hotspots.
Hier stecken sich nicht nur
die Kinder gegenseitig an,
sondern sie tragen die
Krankheitserreger in die
Familien und infizieren dort
auch die Großeltern, also
die größte Risikogruppe.
Influenza-Impfprogramme
in den USA und
Großbritannien haben
gezeigt, dass nicht nur die
Kinder selbst von der
Impfung profitieren, sondern
besonders auch ältere
Erwachsene.
Dr. Ulrike Röper
Dr. Jochen Kubitschek
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(in deutscher Sprache)
Quelle: werbender Medizinjournalisten-Stammtisch,
München 2026
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