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Künstlicher
Hüftersatz mit hoher Stabilität. Die Studie der Orthopädischen
Universitätsklinik Heidelberg weist
erstmals nach, dass Hüftprothesen bei jüngeren Patienten lange
Zeit überdauern können. Rund 95 Prozent der Prothesen waren
nach durchschnittlich 17 Jahren noch funktionsfähig
Erstmals
haben Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik
Heidelberg in einer klinischen Studie gezeigt, dass Hüftprothesen
bei Patienten unter 55 Jahren bis zu 20 Jahre weitgehend problemlos
überdauern können. Ihre Ergebnisse stellen sie im März 2006
auf dem Amerikanischen Orthopädenkongress (AAOS) in Chicago
vor.
Wie lange halten künstliche Hüftgelenke? Da die allermeisten Prothesen
erst nach dem 70. Lebensjahr eingesetzt werden, ließen sich sehr lange
Überlebensdauern bislang nur unvollständig erfassen. Bei älteren
Patienten geht man von einer durchschnittlichen Haltbarkeit von über
10 Jahren aus; etwa fünf Prozent der über 70jährigen
Hüftprothesenträger müssen damit rechnen, dass sie sich einer erneuten
Operation unterziehen werden.
"Die Zahl der Patienten, die schon in verhältnismäßig jungen Jahren
ein neues Hüftgelenk benötigen, hat in den vergangenen Jahren
zugenommen", erklärt Professor Dr. Volker Ewerbeck, Ärztlicher
Direktor an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Ursache
der oft schmerzhaften Hüftschäden sind meist angeborene
Gelenkfehlstellungen, Durchblutungsstörungen und Unfallverletzungen.
Bei jüngeren Patienten, die oft noch sportlich aktiv sein wollen,
müssen höhere Ansprüche an die Belastbarkeit der Prothese gestellt
werden.
Zementlose Prothesen wachsen fest in den Knochen ein
Zudem soll die künstliche Hüfte möglichst lange den Belastungen
standhalten. Meist werden hier so genannte zementlose Prothesen
eingesetzt: Der Schaft und Hüftkopf werden ohne eine zusätzliche
Fixierung mit Knochenzement in den Oberschenkelknochen eingepasst.
"Diese Prothesen haben den Vorteil, dass sie schonend implantiert
werden können und länger haltbar sind, da sie fest in den Knochen
einwachsen", erklärt Dr. Peter Aldinger, Facharzt und Wissenschaftler
an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg.
In einer Langzeitstudie untersuchte er über einen Zeitraum von 15 bis
20 Jahren hinweg insgesamt 141 Patienten im Alter von 23 bis 55
Jahren, denen eine zementlose Titanprothese mit einem Hüftkopf aus
Keramik eingesetzt worden war. Rund 95 Prozent der Prothesen waren
nach durchschnittlich 17 Jahren noch funktionsfähig. Untersuchungen
und Befragungen der Patienten zeigten, dass über 90 Prozent mit dem
Operationsergebnis auch nach über 15 Jahren noch sehr zufrieden waren.
Röntgenbilder wiesen nach, dass sich in nur 3 Prozent der Fälle der
Prothesenschaft gelockert hatte.
"Diese Studie hat gezeigt, dass auch junge Patienten mindestens 10,
wahrscheinlich sogar mehr als 20 Jahre sehr gut mit ihrem Implantat
zurecht kommen", sagt Dr. Aldinger. Damit das Risiko noch geringer
wird, arbeiten Wissenschaftler - auch an Heidelberger Klinik - an
neuen Oberflächen, kleineren Prothesen und an schonenden
Operationstechniken.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Volker Ewerbeck
Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Dr. Peter R. Aldinger
Email: peter.aldinger@ok.uni-heidelberg.de
Literatur:
Aldinger PR, Thomsen M, Mau H, Ewerbeck V, Breusch SJ. Cementless
Spotorno tapered titanium stems: Excellent 10-15-year survival in 141
young patients. Acta Orthop Scand. 2003 June; 74(3):253-8.
Aldinger PR, Breusch SJ, Lukoschek M, Mau H, Ewerbeck V, Thomsen M. A
ten- to 15-year follow-up of the cementless spotorno stem. J Bone
Joint Surg Br. 2003 Mar;85(2):209-14.
Aldinger PR, Jung A, Thomsen M, Ewerbeck V, Parsch D. Long term (15-20
year) results using uncemented titanium hip stems in young patients.
AAOS 2006, Chicago, Illinois, USA, Posterpräsentation
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