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Presseinformation der ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH

 

Allergien bei Kindern: Einfach und sicher behandeln mit sublingualer Immuntherapie

Die Lage ist dramatisch: Bis zu elf Prozent der deutschen Mädchen und Jungen zwischen fünf und 15 Jahren leiden an Heuschnupfen, bis zu sieben Prozent an Asthma.1 Mögliche Folgen: Leistungsabfall und häufige Fehlzeiten in der Schule – mit laufender Nase und tränenden Augen kann man schlecht lernen. Und wer wegen ständiger Luftnot nicht am Schulsport teilnehmen kann, wird schnell zum Außenseiter. Zu allem Überfluss machen manche Medikamente gegen Allergien müde.

 

Allergieauslöser unter die Zunge tropfen

Eine wirkungsvolle und gut verträgliche Therapie gegen allergische Atemwegserkrankungen bei Kindern ist die sublinguale Immuntherapie (SLIT). Das Prinzip: Die Patienten tropfen sich regelmäßig standardisierte Allergenlösungen unter die Zunge. Diese enthalten den Stoff, auf den die Patienten allergisch reagieren (das Allergen). Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem an die Allergieauslöser und reagiert nicht mehr überempfindlich. Die SLIT beseitigt also die Ursache der allergischen Beschwerden.

Wissenschaftler um Elio Novembre aus Florenz haben jetzt erneut gezeigt, dass die SLIT allergiekranken Kindern effektiv hilft.2 Die Forscher untersuchten 113 Mädchen und Jungen, die aufgrund einer Gräserpollen-Allergie an Heuschnupfen litten. Die eine Hälfte der Kinder wurde nur symptomatisch behandelt, die andere Hälfte erhielt zusätzlich drei Jahre lang eine SLIT. Bereits im zweiten Jahr hatten sich die Beschwerden der mit SLIT behandelten Kinder gebessert. Außerdem mussten sie weniger antiallergische Medikamente einnehmen als die übrigen Mädchen und Jungen. Bei den nur symptomatisch behandelten Kindern entwickelte sich darüber hinaus fast viermal so häufig zusätzlich allergisches Asthma bronchiale. Die SLIT kann also den gefürchteten Etagenwechsel des Heuschnupfens zum Asthma verhindern.

Aber auch wenn es bereits zu allergischem Asthma gekommen ist, sollte eine SLIT erwogen werden. Bei Mädchen und Jungen, die an Hausstaubmilben-bedingtem Asthma leiden, kann es schon nach zwei Jahren SLIT zu einer deutlichen Linderung der Symptome kommen. Der Bedarf an Asthma-Medikamenten nimmt ab, und die Überempfindlichkeit der Bronchien während der Pollensaison sinkt.3,4 Besonders erfreulich: Die positiven Effekte einer dreijährigen SLIT bei allergiekranken Kindern können über mindestens zehn Jahre anhalten.5

Alle erwähnten Studien bestätigen, dass Kinder die SLIT gut vertragen. Häufigste Nebenwirkung ist ein vorübergehender leichter Juckreiz der Mundschleimhaut. Weiterer Vorteil: Die Therapie kommt ohne die besonders bei Kindern unbeliebten Injektionen aus.

 

Problemlose Therapie – ob zuhause oder in der Schule

Durch ein neues Präparat für die SLIT konnte die Behandlung inzwischen weiter vereinfacht werden. Bei diesem modernen Produkt werden die Allergene täglich eingenommen und sind in gebrauchsfertigen Einzeldosen abgepackt. Das macht Konservierungsmittel überflüssig und stellt stets die korrekte Dosierung sicher – ideal für Kinder. Diese können ab einem gewissen Alter die Behandlung selbstständig durchführen. Vorher sollten ihnen die Eltern ein wenig unter die Arme greifen. Weiteres Plus: Das Allergenpräparat kann bei einer Raumtemperatur bis 25° Celsius gelagert werden. Somit lässt es sich problemlos mit in die Schule, auf Klassenfahrt oder zum Sport nehmen. Zusätzliche Arztbesuche bleiben den kleinen Patienten bei einer SLIT erspart – von Kontrolluntersuchungen und Folgeverordnungen für das Allergen-Präparat einmal abgesehen. Bei dem neuen Präparat wurde außerdem die Anfangsphase der Behandlung, während der die Dosis des Allergenextraktes allmählich gesteigert wird, auf zehn Tage verkürzt. Deshalb können Patienten die Behandlung noch kurz vor dem Start der Pollensaison beginnen.

 

1 Weißbuch Allergie in Deutschland, 2. Auflage, Urban und Vogel, München 2004
2
Novembre E et al.: J Allergy Clin Immunol 2004; 114: 851-7
3 Pajno GB et al.: Allergy 2004; 59: 883-7
4 Pajno GB et al.: Allergy 2000; 55: 842-9
5 Di Rienzo V et al.: Clin Exp Allergy 2003; 33: 206–10

 

 

 
 
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