Orthopäden: "Stark
wie ein Ochse - aber nur halb so schlau?"
Britische Forscher testen in einer wissenschaftlichen Studie Intelligenz
und Stärke von orthopädisch tätigen Chirurgen. Als Vergleichsgruppe
wählten sie Narkoseärzte.
Ärzte gelten nicht nur in Deutschland als besonders klug. Doch dies
gilt nicht für alle Facharztgruppen gleichermaßen. Der Ruf der überwiegend
operativ tätigen Ärzte - insbesondere jener der orthopädischen Chirurgen
- ist in Hinsicht auf deren Geisteskraft nicht der Beste. Generell
werden sie als mehr oder weniger geschickte Handwerker angesehen,
bei denen eine stark ausgeprägte Intelligenz eher störend wäre. Angebliche
auf Erfahrung basierende Lebensweisheiten wie "Internisten wissen
alles und können nichts. Chirurgen können alles und wissen nichts.
Psychologen wissen nichts und können nichts." werden nicht nur
unter Ärzten gerne zum allgemeinen Amüsement zum Besten gegeben.
Auch die Bewertung ihres jeweiligen Lebenswerks mit den Worten "Chirurgen
sind wie Maulwürfe. Erdhügel säumen ihren Weg" sind alles andere
als schmeichelhaft - es sei denn ein Tierfreund hat eine irrationale
Vorliebe für Maulwürfe...
Auch auf youTube werden die Orthopäden
als schwer von Begriff dargestellt:
Bei vielen im Gesundheitswesen
tätigen Menschen gelten die Chirurgen jedweder Provenienz - vielleicht
mit Ausnahme der Neurochirurgen - als eher schlicht im Gemüt
und dafür körperlich außergewöhnlich fit. Also wenig Gehirn - dafür
viele Muskeln und starke Hände. Und wie eine wissenschaftliche Studie
zeigte, haben Orthopäden tatsächlich - im Gegensatz zu anderen
Chirurgen - besonders große Hände. Was wiederum zu der Vermutung führte,
dass Orthopäden als Ausgleich für die Größe der Hände einen niedrigeren
Intelligenzquotienten haben als andere Chirurgen. Alle diese Sichtweisen
waren bisher unbewiesene Vermutungen und galten als Zeichen eines
unterschwellig ausgetragenen Konflikts zwischen Ärzten die sich für
intelligent halten und jenen die es tatsächlich sind.
Offenbar ist diese Problematik in Großbritannien besonders ausgeprägt,
wo sich die zu einer engen Zusammenarbeit verdammten Narkoseärzte
(Anaesthesisten) und die orthopädisch tätige Chirurgen gegenseitig
- wenn es um die Frage der Intelligenz geht - nicht viel zutrauen.
Natürlich sind beide Facharztgruppen davon überzeugt, dass sie die
Weisheit mit Löffeln gegessen haben....
Und da englische Medizin-Fachzeitungen gelegentlich - im Gegensatz
zu ihren durchweg stinklangweiligen deutschen Pendants - auch dem
sprichtwörtlichen englisch-schwarzen Humor ein Zuhause bieten, gingen
nun englische Forscher der auch für Medizin-Laien nicht ganz unwichtigen
Frage nach, ob orthopädisch tätige Chirurgen ihrer Tätigkeit überhaupt
intellektuell gewachsen sind. Zu beachten ist die Tatsache,
dass die Autoren der hier vorgestellten Untersuchung selbst Orthopäden
sind.
Gleich zu Beginn ihres Textes
zitierten sie erinen Narkosearzt, der Angesichts einer mit einem großen
Hammer durchgeführte Reparatur eines OP-Tischs mit Blick auf seine
orthopädisch tätigen Kollegen gesagt haben soll "Typisch Orthopäde
- stark wie ein Ochse - aber nur halb so intelligent..."
Die Autoren der im renommierten
"British Medical Journal" publizierten Studie bedauerten
natürlich, dass sie für ihre geplante Untersuchung keine teilnahmewilligen
Ochsen rekrutieren konnten, die als natürliche Vergleichsgruppe hätten
dienen können. Daher entschieden sie sich ersatzweise
für einen Kopf-an-Kopf-Vergleich mit einer Gruppe von Narkoseärzten.
Für die zu lösenden Probleme nutzten die Autoren für die Messung der
Intelligenz der Vertreter beider Arztgruppen den weit verbreiteten
Mensa Brain Test Version 1.1.0 (Barnstorm Entertainment Group).
Die Stärke der jeweiligen Haupt-Arbeitshand wurde mit einem
kalibrierten Jamar hydraulic hand dynamometer der Firma Sammons Preston
Rolyan, Chicago, IL, USA gemessen.
An der Studie nahmen 40 männliche
Anaesthesisten und 36 männliche Orthopäden teil. Diese Ärzte gingen
Ihrer Tätigkeit in Großbritannien an drei allgemeinen Distrikt-Krankenhäusern
nach.
Die Ergebnisse der durchgeführten Tests überraschte die Autoren
der Studie, da sie wohl nach der These "Wo Rauch ist, ist
auch ein Feuer" von der intellektuellen Überlegenheit der Anaesthesisten
ausgegangen waren. Sie erwähnten, dass diese eine Leidenschaft für
intellektuell anspruchsvolle Kreuzworträtsel und Sudokus haben. Dies
führte zu der Vermutung, dass diese Leidenschaft auf eine erhöhte
Intelligenz der Narkoseärzte schließen läßt.
tatsächlich zeigte es sich bei
den durchgeführten Messungen dass die Orthopäden mit einer Maximal-Greifkraft
der Haupt-Arbeitshand von 47.25 kg tatsächlich stark wie Ochsen waren
- die Narkoseärzten schafften nur 43.83 kg. Doch dann kam die Überraschung:
entgegen ihres Rufes waren die Orthopäden nicht etwa nur halb so schlau
wie Ochsen. Bei den Intelligenztests kamen sie nämlich auf durchschnittlich
105.19 Punkte und lagen damit im Durchschnitt der in der Gesamtbevölkerung
zu findenden Intelligenz-Werte. Die Narkoseärzte schafften hingegen
nur durchschnittlich 98.38 Punkte. Gemeinhin gelten IQ-Werte von 100
plus/minus 15 als "normal". Die Autoren zeigten
sich überrascht, da diese Werte in beiden untersuchten Arztgruppen
niedriger sind, als in der Gesamtgruppe der Ärzte.
Diese Studienergebnisse werden sicherlich - sobald sie sich herumsprechen
- die verbale Diskriminierung der orthopädischen Chirurgen beenden.
Zumindest in Großbritannien.
Das für seine gelegentlich humorigen
Weihnachtsausgaben bekannte Fachblatt "British Medical Journal"
veröffentlichte die Untersuchung unter dem Titel "Orthopaedic
surgeons: as strong as an ox and almost twice as clever? ("Stark
wie Ochsen - aber nahezu zweimal so schlau?) wobei natürlich
bezweifelt werden kann, ob die Ochsen im Fall eines Tests
tatsächlich im Durchschnitt auf 50 IQ-Punkte gekommen wären.
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